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Kosten & Steuern2 Min. LesezeitStand: 21. Oktober 2026Nächste Prüfung: April 2027

Gibt es in Schweden eine Grunderwerbsteuer, und was kosten die Eigentumseintragung (lagfart) und der Hypothekenbrief (pantbrev)?

Kurz gesagt

Eine Grunderwerbsteuer wie in Deutschland gibt es nicht. Beim Eintrag ins Grundbuch (lagfart) zahlen Sie eine Stempelsteuer von 1,5 % des Kaufpreises plus 825 SEK Gebühr. Wer eine schwedische Hypothek aufnimmt, zahlt zusätzlich 2 % Stempelsteuer auf neu ausgestellte Pfandbriefe (pantbrev). Die Sätze sind seit Jahrzehnten unverändert.

Lagfart: der Grundbucheintrag

Nach dem Kauf beantragen Sie bei Lantmäteriet die lagfart, den Eintrag als Eigentümer. Dafür fällt die stämpelskatt an: für Privatpersonen 1,5 % des Kaufpreises oder des höheren Steuerwerts (taxeringsvärde) des Vorjahres. Dazu kommt eine Bearbeitungsgebühr von 825 SEK. Grundlage ist das Stempelsteuergesetz (Stämpelskattelag 1984:404), das den Satz mit 15 Kronen je volle tausend Kronen festlegt. Der Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach dem Kauf gestellt werden; in der Praxis bereitet ihn meist der Mäklare vor.

Pantbrev: nur bei schwedischer Hypothek

Wer das Haus mit einem schwedischen Kredit finanziert, braucht Pfandbriefe (pantbrev) in Höhe der Beleihung. Auf neu ausgestellte Pantbrev fallen 2 % Stempelsteuer an. Pantbrev gehören zum Grundstück: Sind aus früheren Krediten schon welche ausgestellt, können Sie sie übernehmen und zahlen nur auf den Differenzbetrag. Fragen Sie deshalb nach den vorhandenen Pantbrev. Wer bar oder über eine deutsche Bank finanziert, braucht keine neuen Pantbrev.

Rechenbeispiel

PostenRechnungBetrag
Stempelsteuer lagfart1,5 % von 1.500.000 SEK22.500 SEK
Gebühr lagfartfest825 SEK
Stempelsteuer pantbrev2 % von 1.000.000 SEK neuen Pfandbriefen20.000 SEK
Summe mit schwedischer Hypothek43.325 SEK
Summe ohne schwedische Hypothek23.325 SEK

Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Grunderwerbsteuer je nach Bundesland bei 3,5 bis 6,5 %. Die schwedischen Nebenkosten gehören zu den niedrigsten in Europa. Eine Maklerprovision zahlen Sie als Käufer in der Regel nicht, einen Notar gibt es nicht.

Bleibt das so?

Die Sätze haben sich seit Jahrzehnten nicht geändert. Ein Antrag im Reichstag (2025/26) wollte das System überprüfen lassen und wurde abgeschlossen; konkrete Änderungsvorschläge für 2026 lagen nach unserem Stand nicht vor. Wir prüfen diese Antwort halbjährlich.

Stand21. Oktober 2026
Geprüft gegen4 Quellen, unten verlinkt
Nächste PrüfungApril 2027

Quellen

  1. StatistikEkonomifakta, Stämpelskatt
  2. RatgeberBoio, Guide: Stämpelskatt
  3. BehördeLantmäteriet, Ansökan om lagfart och inteckning (Formular)
  4. RatgeberImmobilienScout24, Kaufnebenkosten in Deutschland

Gesetze und Behörden belegen die Regel, Statistiken die Zahlen, Ratgeber und Presse die Praxis. Vor einer Entscheidung bitte die Originalquelle öffnen.

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Diese Antwort erklärt die Regel und nennt die Quelle. Sie ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung für Ihren Einzelfall. Was wir nicht belegen können, kennzeichnen wir als offen.

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