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(01) Stockholms län

Haus oder Wohnung inStockholm kaufen.

Stockholm liegt dort, wo der Mälaren in die Ostsee mündet, auf 14 Inseln und mit einem Schärengarten von rund 30.000 Inseln, Inselchen und Schären vor der Haustür. Für Käufer aus dem deutschsprachigen Raum ist die Hauptstadt die wirtschaftliche Mitte des Landes und der Ort mit den meisten Jobs, aber auch der teuerste Markt.

Stockholmer Schären, ein Boot mit schwedischer Flagge im Kielwasser
Einwohner
rund 1 Million in der Stadt, gut 2 Millionen in der Region
Lage
Ostküste, am Übergang vom Mälaren in den Schärengarten
Anreise
Flughafen Arlanda, Zug und Fähre
Bekannt für
Gamla Stan, Vasa-Museum, Nobelpreis, Schärengarten

Wie sich das Leben in Stockholm anfühlt

Stockholm ist eine Stadt am Wasser. Wo Sie auch wohnen, das Ufer ist meist nur wenige Minuten entfernt. Die Altstadt Gamla Stan liegt auf einer kleinen Insel in der Mitte, drumherum verteilen sich die Stadtteile über weitere Inseln und das Festland. Vieles geht zu Fuß, mit der U-Bahn (tunnelbana), dem Bus oder dem Boot. Im Sommer baden Stockholmer mitten in der Stadt, im Winter laufen sie Schlittschuh auf Seen und Buchten.

Der Ton ist höflich und zurückhaltend. Die Stadt ist international, in Büros und Cafés kommen Sie mit Englisch weit. Für Behörden, Schule und Nachbarschaft hilft Schwedisch, und wer es lernt, wird schnell als Teil des Viertels gesehen. Hochschulen wie die Stockholms Universität, die Technische Hochschule KTH und das Karolinska Institutet bringen viele junge Leute und Forscher in die Stadt.

Stockholm ist die wirtschaftliche Mitte Schwedens. Hier sitzen Regierung und Behörden, große Banken, Versicherungen, Technik- und Softwarefirmen und viele junge Unternehmen. Das bedeutet die größte Auswahl an Stellen im Land, aber auch Konkurrenz um Wohnungen und höhere Lebenshaltungskosten als anderswo in Schweden.

Alltag, Arbeit und Schule in Stockholm

Der Nahverkehr ist dicht: U-Bahn, Pendelzüge (pendeltåg) in die Vororte und bis Uppsala, Busse, Straßenbahnen und Linienboote fahren mit einer gemeinsamen Karte. Viele Stockholmer fahren das ganze Jahr Fahrrad. Ein Auto ist in der Innenstadt eher Last als Hilfe: Parkplätze sind knapp, und für die Einfahrt in die Innenstadt wird eine Maut erhoben. Wer im Umland wohnt, plant den Arbeitsweg mit Bahn oder Bus.

Kinder gehen ab etwa einem Jahr in die Kita (förskola), die Gemeinde stellt den Platz, die Gebühren sind gedeckelt. Die Grundschule dauert neun Jahre, danach folgt das Gymnasium. Schulen sind kostenlos, das Mittagessen eingeschlossen, und Eltern wählen zwischen kommunalen und freien Schulen. In Stockholm gibt es außerdem internationale Schulen und eine deutsche Schule.

Die Gesundheitsversorgung läuft über die Region. Erste Anlaufstelle ist das Gesundheitszentrum (vårdcentral), bei dem Sie sich anmelden. Für Rat am Telefon gibt es die Nummer 1177. Das Karolinska Universitätskrankenhaus hat Standorte in Solna und Huddinge, dazu kommen weitere große Kliniken. Voraussetzung für fast alles im Alltag ist die schwedische Personennummer, die Sie bei der Steuerbehörde beantragen, wenn Sie nach Schweden ziehen.

Arbeitgeber in Stockholm sind unter anderem Telekom- und IT-Firmen in Kista, Banken und Versicherungen in der City, Ministerien und Behörden, Kliniken und Hochschulen. Südlich der Stadt, in Södertälje, sitzt die Lastwagenfabrik Scania, dazu ein großer Pharmastandort. Viele Stellen in Technik und Forschung werden auf Englisch besetzt, in Pflege, Schule und öffentlichem Dienst wird Schwedisch verlangt. Die Gemeinde bietet Zugezogenen kostenlosen Schwedischunterricht an (SFI).

Wohnen: Haus oder Wohnung

Wohnungen in der Stadt sind in der Regel Genossenschaftswohnungen (bostadsrätt). Sie kaufen ein Nutzungsrecht und einen Anteil an der Genossenschaft und zahlen eine monatliche Gebühr, aus der die Genossenschaft Kredite, Heizung und Instandhaltung bezahlt. Vor dem Kauf lohnt ein Blick in den Jahresbericht der Genossenschaft. Beliebte Viertel sind Södermalm, Vasastan, Kungsholmen und Östermalm. Mietwohnungen aus erster Hand (hyresrätt) werden über eine Warteliste vergeben, die Wartezeiten sind lang.

Einfamilienhäuser (villa) und Reihenhäuser (radhus) finden Sie in den Vororten: in Bromma im Westen, auf Lidingö, in Danderyd und Täby im Norden, in Nacka, Saltsjöbaden und Tyresö im Südosten. Diese Gegenden sind mit Bahn und Bus angebunden, viele Familien ziehen dorthin, sobald Kinder kommen.

Weiter draußen wird es ländlich: auf Ekerö und den Inseln im Mälaren, in Värmdö, wo der Schärengarten beginnt, oder Richtung Norrtälje und Nynäshamn. Dort gibt es Ferienhäuser, Torp (kleine alte Holzhäuser) und Grundstücke am Wasser. Dafür nehmen Sie längere Wege in Kauf, und im Winter ersetzt kein Boot das Auto.

Natur und Freizeit rund um Stockholm

Der Schärengarten ist das große Freizeitgebiet der Stadt. Linienboote fahren von der Innenstadt zu Inseln wie Vaxholm, Grinda, Sandhamn und Utö. Im Sommer fahren Stockholmer mit dem eigenen Boot oder Kajak hinaus, baden von den Felsen und übernachten in Ferienhäusern. Wer kein Boot hat, kommt mit Fähren und Bussen weit.

Auch im Westen gibt es Wasser: Der Mälaren mit seinen Inseln ist vom Zentrum aus schnell erreicht. Auf Lovön liegt das Schloss Drottningholm, Wohnsitz der königlichen Familie und UNESCO-Welterbe. Auf Björkö liegen die Reste der Wikingerstadt Birka, ebenfalls Welterbe. Nördlich der Stadt wartet Sigtuna, eine der ältesten Städte Schwedens, mit Holzhäusern und Runensteinen.

Für den Alltag reichen die Grüngebiete in der Stadt: Djurgården mit Museen und Spazierwegen, der Hagaparken, die Wälder von Nacka. Südlich der Stadt beginnt der Nationalpark Tyresta mit altem Wald und Seen. Im Winter werden Seen und Buchten zu Flächen für Langlauf und Schlittschuhe.

Kultur gibt es in großer Auswahl: Vasa-Museum, Skansen, ABBA-Museum, Moderna Museet, Fotografiska, Oper und Konzerthaus. Im Stadshuset wird jedes Jahr im Dezember das Nobelbankett gefeiert. Zum Essen gehört die Fika, die Kaffeepause mit Zimtschnecke, und am Wochenende ein Besuch in einer Markthalle wie der Östermalms Saluhall.

Was Stockholm besonders macht

  • Der Schärengarten beginnt vor der Haustür, Linienboote fahren ab der Innenstadt.
  • Gamla Stan, Vasa-Museum, Skansen und Djurgården liegen mitten in der Stadt.
  • Drottningholm und Birka sind UNESCO-Welterbe, beide im Mälaren.
  • Der Flughafen Arlanda ist aus vielen Städten im deutschsprachigen Raum direkt erreichbar.
  • Die Stadt ist das Zentrum für Technik, Forschung und junge Unternehmen in Schweden.
  • Im Sommer wird es nachts kaum dunkel, im Dezember geht die Sonne am frühen Nachmittag unter.

Das Jahr in Stockholm

Sommer: lange, helle Abende, Baden an Felsen und Stegen in der Stadt, Boote im Schärengarten, Mittsommer auf dem Land. Viele Stockholmer verlassen die Stadt im Juli, dann wird es ruhig.

Herbst: klare Luft, Laub auf Djurgården und im Hagaparken, Pilze in den Wäldern. Die Tage werden spürbar kürzer, im November ist es oft grau und nass.

Winter: kurze Tage, im Dezember geht die Sonne am frühen Nachmittag unter. Schnee fällt in manchen Jahren viel, in anderen wenig. Lucia am 13. Dezember und die Weihnachtsmärkte in Gamla Stan und auf Skansen gehören dazu.

Frühling: das Licht kommt schnell zurück, am 30. April feiert die Stadt Walpurgis (Valborg) mit Feuern, im Mai öffnen die Cafés ihre Terrassen und die ersten Boote gehen ins Wasser.

Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz fliegen Sie direkt nach Stockholm Arlanda, von dort fahren Zug und Bus in die Stadt. Mit dem Auto geht es über Dänemark und die Öresundbrücke und dann auf der E4 nach Norden. Wer die Fähre vorzieht, fährt ab Travemünde oder Rostock nach Trelleborg oder ab Kiel nach Göteborg. Mit dem Zug reisen Sie über Hamburg und Kopenhagen.

Für wen passt Stockholm?

Stockholm passt zu Ihnen, wenn Sie in Schweden arbeiten wollen und eine große Auswahl an Stellen brauchen, wenn Sie Stadtleben und Wasser verbinden möchten oder wenn Sie international arbeiten und oft fliegen. Familien finden gute Schulen und viel Natur in den Vororten.

Weniger passt die Stadt, wenn Sie ein Haus mit Land und Ruhe suchen. Das finden Sie im Umland, aber dann mit Pendelweg. Wohnungen sind gefragt, der Kauf verlangt Geduld und gute Vorbereitung. Und wie überall in Schweden sind die Winter dunkel, in Stockholm oft eher nass und grau als verschneit.

Worauf Sie achten sollten: bei einer Genossenschaftswohnung auf die Finanzen der Genossenschaft und die Regeln für Untervermietung, bei einem Haus im Umland auf den Weg zur Bahn und darauf, ob das Haus für das ganze Jahr gebaut ist. Viele Häuser im Schärengarten sind Sommerhäuser.

Häufige Fragen zu Stockholm

Wie ist das Leben in Stockholm?

Städtisch, international und nah am Wasser. Die Wege sind kurz, der Nahverkehr ist gut, und der Schärengarten beginnt am Stadtrand. Das Tempo ist höher als im Rest des Landes, die Lebenshaltungskosten sind es auch. Wer Englisch spricht, kommt im Alltag zurecht, wer Schwedisch lernt, kommt an.

Ist Stockholm teuer?

Ja. Stockholm ist der teuerste Wohnort Schwedens, bei Wohnungen wie bei Mieten. Konkrete Preise nennen wir nicht, weil sie je nach Viertel und Zustand weit auseinanderliegen. Welche Nebenkosten beim Kauf anfallen, lesen Sie unter Grunderwerbsteuer, Lagfart und Pantbrev.

Wie sind die Winter in Stockholm?

Dunkel und wechselhaft. Im Dezember ist es nur rund sechs Stunden hell, die Sonne steht tief. Schnee fällt in manchen Wintern viel und bleibt liegen, in anderen regnet es vor allem. Die Stadt läuft im Winter normal weiter, die Stockholmer gehen bei jedem Wetter raus.

Welche Schulen und Ärzte gibt es in Stockholm?

Kommunale und freie Schulen, kostenlos, dazu internationale Schulen und eine deutsche Schule. Für die Gesundheit melden Sie sich bei einem Gesundheitszentrum (vårdcentral) an, Krankenhäuser gibt es mehrere, darunter das Karolinska in Solna und Huddinge. Für beides brauchen Sie die schwedische Personennummer.

Wie komme ich von Deutschland nach Stockholm?

Mit dem Flugzeug nach Arlanda, direkt aus vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit dem Auto über Dänemark und die Öresundbrücke oder mit der Fähre nach Trelleborg oder Göteborg und dann nach Norden. Mit dem Zug über Hamburg und Kopenhagen.

Kann ich als Deutscher, Österreicher oder Schweizer in Stockholm ein Haus kaufen?

Zur rechtlichen Seite lesen Sie Darf ich als Deutscher ein Haus in Schweden kaufen?. Wie ein Kauf abläuft, von der Besichtigung bis zur Eintragung, steht unter Der Hauskauf in Schweden. Bei Wohnungen prüfen Sie zusätzlich den Jahresbericht der Genossenschaft.

Wo finde ich ein Haus in der Nähe von Stockholm?

In den Vororten wie Nacka, Täby, Lidingö oder Bromma, auf Ekerö im Mälaren, in Värmdö am Schärengarten oder Richtung Uppsala und Norrtälje. Je weiter draußen, desto mehr Land und desto länger der Weg zur Arbeit. Welche Gegenden welchen Charakter haben, zeigt die Seite Regionen.

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Dieses Porträt beschreibt die Stadt und ihr Umfeld. Es ist keine Anlageberatung, und Preise nennen wir hier nicht: aktuelle Angebote zeigen die Objekte. Einwohnerzahlen sind gerundet.

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